Psychotherapie und Lerntherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene  Praxis Dr. Hürter Bonn

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Beethoven
Geisir

              Psychotherapeut Dr. A. Hürter Bonn

Schluss mit Albträumen. Eigenregie im Schlaf !

Angst, Ekel, Scham und Traurigkeit - manchmal alles zusammen. Diese Emotionen quälen uns in Albträumen. Wer betroffen ist, wacht morgens meist frustriert und müde auf. Kinder wie Erwachsene. Aber es gibt Methoden, die bösen Träume zu lindern und quitt zu werden.

Die indirekte Methode ist die tiefenpsychologisch fundierte psychotherapeutische Behandlung zur Lösung von inneren und äusseren Konflikten.

Die Prophylaxe besteht in einer guten “Schlafhygiene”. Dazu zählt die Entwöhnung von Medien in der letzten Stunde vor dem Zubettgehen. In dieser Zeit einen Spaziergang an der frischen Luft machen, falls möglich. Gewöhnung an eine kurze Lesezeit vor dem Einschlafen.

Die direkte Methode ist das bewusste Umschreiben von Trauminhalten am Tag danach. Schreiben Sie, so Sie können, den Traum detailliert auf. Schreiben Sie dann den meist belastenden Teil des Traums punktuell so um, dass er weniger belastend ist und ein gutes Ende nimmt. Dieses neue “Albtraumskript” üben Sie täglich 15-20 Minuten lang ein.

WDR 5 Leonardo 5.10.16

Wie geht man mit der Angst vor Terroranschlägen um?

Viele Menschen erleben diffuse Ängste angesichts der Nachrichtenlage nach den Terroranschlägen und den Terrorwarnungen. “Es ist ganz normal, dass diese Gefühle entstehen und jeder Mensch reagiert unterschiedlich stark”, erklärt der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Prof. Dr. Michael Krämer. “Die Ängste haben zum einen eine Schutzfunktion, werden zum anderen aber auch durch Sicherheitsmaßnahmen in Gang gehalten und verstärkt.”

Sein Tipp ist, die Angst zuzulassen, sie hinsichtlich des konkreten Risikos zu prüfen und den Umgang damit in den eigenen Planungen zu reflektieren. Es gilt, trotz Ängstlichkeit Entscheidungen über Aktivitäten zu treffen, diese umzusetzen und sich somit als handlungsfähig zu erleben.

Keiner sollte sich zwingen und etwas tun, was ihn überfordert, zum Beispiel auf Großveranstaltungen zu gehen, wenn man erwartet, sich dort nicht wohlzufühlen. Stattdessen kann es sinnvoll sein, sich bewusst für eine andere Handlung zu entscheiden, um sich nicht hilflos zu fühlen.

Sich Ängsten hinzugeben, verstärkt diese anstatt sie zu beseitigen. Ein Tipp ist auch, sich gezielt zu informieren und sich nicht von negativen Nachrichten im Minutentakt berieseln oder konfrontieren zu lassen. “Diese halten Ängste und Unisicherheit in Gang. Es sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass die Medienpräsenz oft im Widerspruch zu dem realen Risiko steht”, sagt Kärmer und erinnert an Beispiele wie die Vogelgrippe oder BSE.

Pressemitteilung Nr. 15/15 des BDP vom 18.11.2015